Das “Kompetenzzentrum Transformation in der Arbeitswelt im Lausitzer Revier im Land Brandenburg” wird aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert.

11. August 2025

Wandel der Unternehmenskultur – Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Digitalisierung, demografische Veränderungen, der Fachkräftemangel und neue Erwartungen an Führung und Zusammenarbeit stellen Unternehmen oft vor große Herausforderungen.

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Digitalisierung, demografische Veränderungen, der Fachkräftemangel und neue Erwartungen an Führung und Zusammenarbeit stellen Unternehmen oft vor große Herausforderungen. Durch den Kohleausstieg steht die Lausitz als Transformationsregion vor vielen Veränderungen – mit Unsicherheiten, aber auch Chancen. In diesem Kontext gewinnt das Thema Unternehmenskultur zunehmend an strategischer Bedeutung. Denn wer zukunftsfähig bleiben möchte, braucht ein Umdenken.

Unternehmenskultur als Antwort auf Transformation

Eine starke, wertebasierte Unternehmenskultur kann daher Orientierung in Zeiten des Wandels geben. Sie schafft Vertrauen, fördert Eigenverantwortung und ermöglicht es Mitarbeitenden, sich aktiv in die Veränderungsprozesse einzubringen. Gerade in der digitalen Transformation sind eine offene, lernorientierte Haltung und ein lernförderliches Arbeitsumfeld im Unternehmen entscheidend. In einer solchen Umgebung wird beispielsweise kontinuierliches Lernen nicht als Zusatz, sondern als sehr wichtiger Bestandteil der Arbeit verstanden.
Führungskräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie schaffen Räume für Reflexion und fördern den Wissensaustausch. Gerade angesichts des Fachkräftemangels ist es essenziell, die vorhandenen Potenziale der Mitarbeitenden nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch sinnvoll einzusetzen und Kompetenzen weiterzuentwickeln. Das unterstützt nicht nur dabei, Mitarbeitende langfristig zu binden, sondern steigert auch die Arbeitgeberattraktivität und vermeidet hohe Fluktuationen. Führungskräfte wissen oft am besten, was ihr Unternehmen besonders attraktiv macht und können so auch die Vorteile der Arbeit in einem KMU, wie kurze Entscheidungswege, Flexibilität oder schnell sichtbare Ergebnisse klar benennen. Gerade für KMU kann es sich lohnen, auf die Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur zu schauen: Worauf legen (potenzielle) Mitarbeitende wert bei (potenziellen) Arbeitgebern? Welche Möglichkeiten bieten sich Mitarbeitenden sich mit eigenen Ideen einzubringen?

Führungskräfte als Kulturgestalter

Der Wandel der Unternehmenskultur beginnt an der Spitze. Damit sind Führungskräfte nicht nur Vorbilder, sondern auch aktive Gestalter des kulturellen Rahmens. Sie entscheiden darüber, ob eine Kultur der Offenheit, des Vertrauens und des Lernens entstehen kann und schaffen so wichtige Voraussetzungen für Innovation, Anpassungsfähigkeit und nachhaltigen Erfolg.
Ein kultureller Wandel braucht jedoch Zeit und einen langen Atem und – trotz eines herausforderndem Alltagsgeschäfts und knapper zeitlicher Ressourcen – auch eine hohe Priorität im Führungsalltag.
Darüber hinaus ist es bedeutsam, dass Führungskräfte ihr eigenes Verhalten regelmäßig prüfen: Sind sie neugierig und lernbereit? Leben sie ihre kulturellen Botschaften? Entsprechen ihre Handlungen den eigenen Werten? Sie sind der Gradmesser, ob Mitarbeitende den Kulturwandel mittragen.
Ob eine Kulturtransformation wirklich ernst gemeint ist, zeigt sich auch an den Entscheidungen im Unternehmen: Geht es nur um den wirtschaftlichen Gewinn, oder zählt bei Investitionen auch eine positive Wirkung, auch wenn diese vielleicht kurzfristig noch nicht wirtschaftlich messbar ist?
Transformation gelingt daher vor allem, wenn Führungskräfte sich neben den klassischen Führungsaufgaben auch als „Kulturarbeiter bzw. Kulturarbeiterinnen“ verstehen, in dem sie den Rahmen für eine zukunftsfähige Unternehmenskultur setzen, in welchem gemeinsame Ziele und Visionen entstehen können.

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